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Einsteiger-Tipps – Unterschied zwischen statischen und dynamischen CMS – Websites

von Gino Cremer / Zuletzt aktualisiert am 11/08/2016 / Netzwelt / Webdesign / Wordpress / 16
In diesem Beitrag möchten wir Webdesign-Einsteigern den Unterschied zwischen einer "statischen" und einer "dynamischen" Website erklären und was genau ein so genanntes Content-Management-System (CMS) ist.

Begriffserklärung: Content-Management-System

Mittels eines so genannten CMS ist es Kunden möglich, Ihre Website in Eigenregie zu verwalten. Dank moderner Content-Management-Systeme wie Joomla, Drupal, Typo3 oder WordPress ist es auch Laien möglich, Ihre Website-Inhalte ohne jedwelche Kenntnisse von Technik oder Programmierung zu verwalten. Dass derartige Systeme serverseitig recht ressourcenhungrig sind, sollte genauso einleuchten wie die Tatsache, dass solche Systeme moderne Programmier-Techniken bzw. Programmiersprachen einsetzen.

Was sind nun „dynamische Internetseiten“?

Ein „Content-Management-System“ (WordPress bspw.) generiert so genannte dynamische Internetseiten auf Basis von Datenbanken. Das bedeutet, dass die Inhalte (Texte, Bilder etc.) getrennt von technischen Elementen (Layout- Vorlagen, Programmierung, Skripte) aufbewahrt werden. Wenn ein Besucher die Website besucht, werden die Inhalte und die technischen Elemente aus den Datenbanken gelesen und “just in time” zu einer Internetseite zusammengefügt und dem Besucher der Seite ausgeliefert. Man hat also die Inhalte nicht „fest verankert“ in einem Seiten-Dokument. Die Inhalte werden jedesmal „live“ aus der Datenbank genommen. Man spricht von einer dynamischen Website (siehe Schema unten).

Die „statischen Websites“

Im Gegensatz zur einer dynamischen Website gibt es auch so genannte “statische” Websites.
Bei einer statischen Website werden alle Seiten eines Internetauftritts hergestellt und als einzelne Dateien auf dem Webserver gespeichert. Wenn ein Besucher die Website besucht, werden die Seiten direkt zu ihm übertragen. Ein Zugriff auf Datenbanken erfolgt nicht. Benötigt man eine größere Website, kann es bei einer statischen Website schnell vorkommen, dass sehr viele einzelne Dateien erstellt werden müssen. Ändert man etwas am Layout zum Beispiel, muss jede Datei einzeln angepasst werden. Auch die Erst-Erstellung aller Dateien ist sehr zeitintensiv.

Was ist besser: dynamische oder statische Internetseiten?

Diese Frage ist nicht klar zu beantworten. Beide Verfahren bieten elementare Vor- und Nachteile. Dynamische Seiten können zum Beispiel einfacher und schneller verwaltet werden.

Folgende Punkte sind bei dynamischen Seiten mit deutlich geringerem Aufwand zu realisieren:

  • Aktualisierungen
  • Designänderungen
  • Designwechsel (Relaunch)
  • mehrfache Verwendung von Inhalten
  • Zahlreiche Module/Plugins um die Funktionalität im Nachhinein zu erweitern

Zusätzliche Funktionalität wie zum Beispiel eine Volltextsuche, Sitemap-Generator, Ausdruck-Generator oder Online-Shops usw. lassen sich aus Aufwand-/Nutzen-Betrachtung eigentlich nur mit Datenbanken (also mit dynamischen Seiten) umsetzen.

Statische Seiten bieten als größten Vorteil eine tendenziell höhere Auslieferungs-Geschwindigkeit für den Besucher, weil die Seiten bereits fertig auf dem Webserver vorliegen und nicht erst aus der Datenbank ermittelt werden.

Als besonderer Nachteil gilt der enorme Pflegeaufwand statischer Seiten, wenn diese nicht vollautomatisch aus einem CMS heraus generiert werden können. Ein Technik-Laie wird ohne grundlegende HTML-Kenntnisse eine statische Seite kaum pflegen können. Ein weiterer Nachteil stellen die mangelhaften Möglichkeiten der automatischen Verwendung von Inhalten dar.


Gino Cremer

Ich bin Geschäftsführer der auf Weblösungen spezialisierten Agentur Pixelbar aus dem belgischen Eupen.

Ich habe langjährige Erfahrung mit CMS-basierten Kundenprojekten, vornehmlich auf WordPress-Basis und bin ein Webdesigner der ersten Stunde.

Daneben arbeite ich auch als Dozent und Berater am WIFI Wien im Bereich Social Media und Webdesign.

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16 Kommentare

    • Hallo Gisel, danke für das Kompliment. Im Prinzip ist es bei einer dynamischen Seite so, dass man im System (z.B. in einem CMS wie WordPress) meist ein Layout einrichten kann und per CSS (Formatvorlagen / Stylesheet) das Layout anbringen kann. Rein vom Layout her betrachtet, ist der Aufwand nahezu identisch (ob man nun eine statische oder eine dynamische Website entwickelt). In Bezug auf das Gesamtprojekt muss man allerdings einige weitere Faktoren ebenfalls beachten (technische Wünsche, Umfang der Seite,…).

  1. Hi, sehr guter Beitrag aber es fehlt etwas an tiefe. So sind doch statische Webseiten 100% mehr SEO freundlicher und können viel leichter und schneller im google rainking aufsteigen oder teusche ich mich da?

    LG

    • Hallo Michael, das ist so pauschal ausgedrückt nicht richtig. Eine statische Seite ist per se nicht suchmaschinenfreundlicher als eine dynamische. Viele dynamische Seiten beispielsweise auf WordPress-Basis können sich mittels geeigneter Plugins genauso statisch ausgeben wie…eine statische Seite eben auch. Im Gegenteil: Viele CMS-Systeme – und WordPress gehört eindeutig dazu – übernehmen zahlreiche Aufgaben der Suchmaschinenoptimierung „von Haus aus“. „Früher“ waren tatsächlich statische Seiten irgendwo bevorteilt, das lag aber eher an technischen Begebenheiten, die von Seiten der dynamischen Systeme mittlerweile ausgemerzt worden sind (größtenteils).
      Der Nachteil rein statischer Seiten liegt im übertriebenen Wartungsaufwand im Alltag (zudem ist die Fehlerquote hoch wenn Inhalte durch Laien beigefügt werden). Für 1-2-3 Seiten OK, für größere Seiten unvorteilhaft und vorallen Dingen für die Suchmaschinenoptimierung nachteilig. Denn was lieben Suchmaschinen mehr als ständig wechselnder, interessanter und exklusiver Inhalt, der geliebt wird :) ?

  2. Schöner Beitrag und schöner Blog! Das dynamische Seiten keine Rankingnachteile haben, sieht man ja schon allein an den Suchergebnissen. Das wäre ja ein Ding, wenn der Spiegel oder die FAZ alles statisch, täglich neu programmieren würde (wobei die Newsseiten immer mehr dem Google Zoo zum Opfer fallen) … Dann wäre jeder Blog ein Faul, was verhindert hätte, dass ich jemals auf diesem hier gelandet wäre. Also Google-sei-dank, dynamsich vs. statisch stellt keinen technischen Unterschied mehr dar. Und da Google großen Wert auf aktuelle Beiträge legt, diesen aber alten und trotzdem sehr guten Seiten nicht grundsätzlich den Vorrang gibt, kann man getroßt behaupten, dass die Technik immer zweitrangiger wird.

  3. Joe User

    Der wesentliche Unterschied fehlt:
    Eine dynamische Seite funktioniert ohne ein Content Management System („CMS“) nicht und dieses ist sehr komplex, biete damit eine breite Angriffsfläche und muss ständig zeitintensiv aktuell gehalten werden, damit die „lieben Hacker“ nicht vollautomatisch die Kontrolle über die Internetpräsenz übernehmen. Dafür ist der Kunde zuständig (und nicht der Anbieter, weil die Systeme häufig vom Kunden angepasst sind oder zusätzliche PlugIns für Sonderfunktionen installiert wurden, die sich leider teilweise nicht automatisch aktualisieren lassen).
    Bei einer statischen Seite hingegen ist die Angriffsfläche hauptsächllich der Webserver, der ist wesentlich weniger komplex, im Falle von Apache ca ein Jahrzehnt ausgereift und hat entsprechnend wenig verbleibende Sicherheitslücken, zudem ist der Anbieter für die Behebung von Sicherheitslücken zuständig – und nicht der Kunde.Die statische HTML-Seite hingegen kann ein Hacker nicht angreifen. Sind die statischen Internseiten erst einmal generiert (was auch mit eine nicht aus dem Internet erreichbaren WordPress per Plugin möglich ist, Anleitung siehe Strato Blog), gibt es NULL laufender Arbeitsaufwand für den Kunden, um sicher zu bleiben.
    Also: Wahre Profis und intelligente Amateure setzen auf statische Seiten (geht natürlich nicht für Zuschauenindividuelle Seiten wie Foren oder Seiten mit Login-Funktion) .

  4. Hallo Gino,
    vermutlich war ich hier bei dir noch nie oder doch schon?! Ich bin da eher für dynamische Webseiten, weil ich die Inhalte besser verwalten kann. Mir geht es mehr um Opensource CMS, die, die du nanntest, aber auch diejenigen, die noch wenig in Deutschland eingesetzt werden. Damit arbeite ich gerne dauerhaft. Static Page Generatoren gibt es sehr viele, in solchen Sprachen geschrieben wie JS, Python, Perl oder auch in PHP. Da braucht man in Google lediglich „static page generator“ einzugeben und schon hast du allerhand Suchergebnisse hierzu.

    Dynamische Webseiten lassen sich besser pflegen und betreuen und zudem würde ich gerne ein jedes Blog um Funktionen erweitern. Recht hast aber, dass eine statische Webseite funktionstechnisch schlechter da steht. OK, wenn jemand gut PHP, HTML und CSS kann, kann damit einiges ohne Module und Plugins umsetzen. Da aber die meisten Webuser eher kaum PHP-Kenntnisse besitzen, tendieren diese eher für die Nutzung von WordPress, Drupal, Joomla und Co. Mir persönlich ist es auch lieber, damit zu arbeiten.

  5. Ich finde es sehr interessant, um ehrlich zu sein: Ich habe eine bplaced-seite: voegel.bplaced.net und somit auch entsprechend WordPress auf meiner Seite. Doch nur wenige Seiten, unter anderem diese, waren in der Lage, mir zu erklären, was der Unterschied ist.

  6. Hey sehr informativ, nur fehlen nach- und vorteile was die komprimierung der site auf kleineren, bzw größeren Bildschirmen betrifft, also typische Probleme die dabei auftreten.

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