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Forever young – Was ist eigentlich „Evergreen Content“?

von Catherine Jungbluth / Zuletzt aktualisiert am 28/09/2016 / Social Media & Content / 0
Mal wieder kein spannendes Thema auf Lager, über das du auf deiner Website oder deinem Blog berichten könntest? Deine Inspiration ist sowieso gerade in den Herbstferien und von Kreativität wollen wir schon gar nicht anfangen zu reden? Jeder kennt diese Situation - auch ich! Was man dagegen tun kann? "Evergreen Content" könnte eine Lösung sein!

In der Botanik sind mit „evergreen“ immergrüne Pflanzen und Bäume gemeint, die das ganze Jahr über ihre grüne Tracht tragen. In der Musik beschreiben wir mit „Evergreen“ einen Song, der dauerhaft erfolgreich ist und immer wieder gerne gehört wird. Heute befassen wir uns aber mal mit den „immergrünen“ Inhalten und sprechen darüber, wie diese euch das Leben leichter machen können.

Fangen wir mal ganz klassisch mit einer Erklärung des Begriffs „Evergreen Content“ an. Dazu möchte ich einen kurzen Auszug aus einem Artikel von Shanna Mallon erwähnen, wo die Eigenschaften von „Evergreen Content“ mit denen eines immergrünen Baumes verglichen werden (woher dann auch der Name kommt):

To understand evergreen content, think of the evergreen tree: any time of year, for years on end, it sprouts needles that are green. Online content is the same—it stays fresh and valuable for months and years to come.

Woran erkennt man Evergreen Content?

Wie es das Zitat schon vermuten lässt, sind mit „Evergreen Content“ Inhalte gemeint, die zeitlos und somit niemals „kalter Kaffee“ sind. Sie sind sozusagen die „Junggebliebenen“ in der Content-Familie, die auch im fortgeschrittenen Alter selten alt aussehen.

Ein Beispiel:

Ein Artikel, der die „10 Top-Gartendeko-Trends für diesen Herbst“ erläutert, ist nicht „evergreen“. Er ist zeitlich genau an diesen Herbst gebunden. Ein Beitrag darüber, wie ich meinen Garten winterfest mache, aber schon. Denn das ist schliesslich jedes Jahr ein Thema und unabhängig von aktuellen Ereignissen oder Trends.

Daneben sind Evergreen-Inhalt auch dauerhaft von Interesse und relevant für Leser/-innen und Suchmaschinen. Sie büßen grundsätzlich nicht an Bedeutung ein und sind qualitativ hochwertige Beiträge zu einem bestimmten Thema.

Typische Evergreen-Formate

Sicher stellt ihr euch die Frage, in welcher Form ihr denn nun solche Inhalte verbreiten könnt. Was sind typische Formate? Wie sieht dieser „immergrüne“ Content eigentlich aus? Wie kann ich ihn verpacken?

Anbei ein kurzer Überblick zu möglichen Content-Formen:

  • Anleitungen
  • Leitfäden
  • How-To’s
  • Häufige Fragen (FAQ)
  • Lexikon / Glossar
  • Definitionen
  • geschichtliche Abhandlungen & historische Inhalte
  • Tipps & Tricks
  • Ratgeber
  • Besten-Listen
  • Infografiken

Und wie komme ich an die richtigen Themen?

Mittlerweile wisst ihr, was Evergreen-Content ist und in welchen Formaten dieser gespielt werden kann. Aber, über die möglichen Themen haben wir noch gar nicht gesprochen…

Wenn ihr mit euren „immergrünen“ Inhalten erfolgreich sein wollt, solltet ihr euch ganz genau überlegen, wer eure genaue Zielgruppe ist und was diese Personen beschäftigt:

  • Mit welchen Problemen sind eure Leser konfrontiert?
  • Vor welchen Herausforderungen stehen diese im Alltag?
  • Wonach suchen meine User im Internet?

Wenn ihr das herausgefunden habt, dann solltet ihr den Content schaffen, der für eure Nutzer eine passende Lösung bereit hält und ihnen dauerhaft hilft.

Ihr solltet also gehaltvolle und hochwertige Inhalte erstellen, die auf die Wissenslücken und Probleme der User eingehen und über einen längeren Zeitraum hinweg immer mal wieder gefragt sind. Gebt euren Lesern/-innen Ideen und Ratschläge an die Hand!

Anbei einige Beispiele für typische Evergreen-Themen:

  • ein Rezept für Apfel-Pfannkuchen
  • 5 Tipps gegen Muskelkater
  • die schönsten Sprüche für die Geburtsanzeige
  • eine Bauanleitung für ein Baumhaus

Neben der Zielgruppe muss euer Content natürlich auch zu dem Medium passen, in dem er publiziert wird. Es bringt rein gar nichts, auf einer Website, die sich mit Baby-Kleidung befasst, eine Checkliste für den privaten Autoverkauf zu veröffentlichen, auch wenn dies sicher ein stets relevantes und gefragtes Thema ist (aber eben nicht bei den Besucherinnen einer Baby-Kleidungs-Website).

Recyceln: Frischer Wind für bestehende Inhalte!

Um nicht ständig neuen Content produzieren zu müssen, könnt ihr auch euren bestehenden Inhalten eine „Frischzellenkur“ verpassen und diese sozusagen zum „Evergreen Content“ befördern. Ihr könnt untersuchen, ob sie das Zeug dazu haben, ein Dauerbrenner zu werden – also, ob sie zeitlos und dauerhaft von Interesse sind. Dies gilt vor allem für wertvollen und einst sorgfältig recherchierten Content, den ihr somit wieder aktuell macht und aus der Versenkung holt. Ein Brainstorming im Team kann da manchmal Sachen zum Vorschein bringen, die schon längst in den Tiefen des Internets verschollen waren.

Evergreen Content kann ein zeitloses Content-Stück sein, das anhaltend relevant ist. Doch auch ein älterer Inhalt kann Evergreen werden, wenn er immer wieder klug aktualisiert und aufgefrischt wird.

(Quelle: www.textbroker.de)

Ein solches Content-Update ist auch für die Suchmaschinen ein klarer Pluspunkt. Denn diese sortieren ihre Ergebnisse nicht nur nach Relevanz, sondern eben auch nach Aktualität.

Expertenstatus aufbauen

Natürlich können die „immergrünen“ Inhalte Basiswissen und Einstieger-Infos vermitteln, die von einer Vielzahl von Nutzern konsumiert werden können. Noch interessanter ist es jedoch, spezifische Inhalte zu schaffen, die wirklich in die Tiefe gehen, ein ganz bestimmtes Problem aufgreifen und dafür eine Lösung bereitstellen.

Dies gibt einem die Möglichkeit, sich als Experte auf einem bestimmten Gebiet einen Namen zu machen und z.B. ein Unternehmen oder eine Institution nicht nur mit bestimmten Produkten/Dienstleistungen in Verbindung zu bringen, sondern auch mit dem dazugehörigen Know-how.

Mein Fazit

„Evergreen Content“ ist eine gute Lösung um Inhalte zu produzieren, die nicht schon nach ein paar Tagen oder Wochen „Schnee von gestern“ sind. Auch wenn diese Dauerbrenner in der Erstellung sicher aufwendiger sind als simple News oder andere kurzlebige Inhalte, so zahlt sich dieser Aufwand doch am Ende aus. Und das wird auch von den Suchmaschinen belohnt. Zwar scheint eine brandaktuelle News zu einem Fussballergebnis auf den ersten Blick wesentlich interessanter – ein hilfreicher Artikel zu Entspannungsübungen im Büro hingegen ist von dauerhaftem Interesse.



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