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Facebook und Privatsphäre: „Aber das Foto sollten nur meine Freunde sehen?!“

von Gino Cremer / Zuletzt aktualisiert am 18/08/2016 / Netzwelt / Social Media & Content / 1

Man könnte glauben nur ältere Menschen hätten Schwierigkeiten mit den Privatsphäre-Einstellungen von Facebook. Doch weit gefehlt. Selbst jüngere Menschen scheinen Schwierigkeiten zu haben, intime Details nur ihren Freunden mitzuteilen. Doch ich kann alle beruhigen. In Zukunft wird alles einfacher: Facebook schafft die Privatsphäre nämlich ab. Zack. Das ist kein Gerücht. Facebook steht dazu. Zitat Marc Zuckerberg: „Privatsphäre ist nicht mehr zeitgemäß“

Wir zeigen warum es im Prinzip gar keine richtige Privatsphäre auf Facebook gibt und dass selbst die „schärfste“ Einstellung bald schon überflüssig sein wird (oder es zu Teilen sogar schon ist).

„Ich habe extra das Foto nur für meine Freunde veröffentlicht! Warum ist es für alle plötzlich sichtbar?“

Das Zauberwort lautet: Teilen! Die Teilen-Funktion hat Facebook erst so richtig groß werden lassen und mit der Teilen-Funktion lassen sich wunderbar Inhalte von einem Profil zum nächsten „teilen“.

Warum diese Funktion tückisch ist, zeige ich anhand eines alltäglichen Beispiels auf Facebook:

Facebook-User „Manfred“ teilt ein Foto mit seinen „Freunden“. Da Manfred 100 „Freunde“ hat, rasselt das Foto nun durch 100 „Newsfeeds“ (den Nachrichten-Strom, den jeder Facebook-User sieht). Soweit so gut. Dumm nur, dass User „Kathrin“ (also ein einzelner User) das Foto toll findet und in ihre Chronik setzt bzw. dieses teilt. Kathrins Chronik ist aber öffentlich und zack…die Würfel sind gefallen.

„Ich bin ja nicht blöd, ich teile einfach per ‚Privater Nachricht‘ und alles bleibt geheim“

Keiner weiß, was der Empfänger der „Privaten Nachricht“ anschließend mit dieser Information macht. Auch hier kann diese einfach weiter geteilt werden. Außerdem ist es auch hier nur eine Frage der Zeit bis Facebook alle Daten-Schleusen öffnen wird.

Die beste Privatsphäre ist der gesunde Menschenverstand

Wer intime Details oder Fotos mit seinen „Freunden“ auf Facebook teilt, sollte sich immer dessen bewusst sein, dass einem der private Ort nur vorgegaukelt wird. In Wirklichkeit sitzt man in einem mit Kameras ausgestatteten Wohnzimmer und wähnt sich in Sicherheit. Genau dieses „Unter-Freunde-Sicherheitsgefühl“ verleitet viele Facebook-Nutzer dazu Fotos, Videos oder Statusmeldungen zu schreiben, die sie im öffentlichen Raum so niemals rausposaunt hätten. Es ist teilweise erstaunlich bis erschreckend welche Details von Nutzern freiwillig „rum getratscht“ werden, nur weil sie glauben ihre „Privatsphäre-Einstellungen“ im Griff zu haben. Marc Zuckerberg lacht sich jedenfalls ins Fäustchen!

Wer etwas auf Facebook setzen möchte, stelle sich einfach folgende Frage: „Würde ich DAS auf der Bühne des Stadtfestes ins Mikro sagen?“ Lautet die Antwort nein, einfach nur…schweigen…


Gino Cremer

Ich bin Geschäftsführer der auf Weblösungen spezialisierten Agentur Pixelbar aus dem belgischen Eupen.

Ich habe langjährige Erfahrung mit CMS-basierten Kundenprojekten, vornehmlich auf WordPress-Basis und bin ein Webdesigner der ersten Stunde.

Daneben arbeite ich auch als Dozent und Berater am WIFI Wien im Bereich Social Media und Webdesign.

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