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Das iPhone 5 – eine Enttäuschung?

von Adrian Lambertz / Zuletzt aktualisiert am 19/08/2016 / Apple / 2

Wiedermal ist die Enttäuschung nach der Präsentation des neuen iPhones groß: kein Quad-Core, „nur“ eine Displayvergrößerung in der Höhe, nicht in der Breite, kein NFC, keine Aufladung über Induktion, kein neues Killer-Feature und vor allem keine riesige Design-Innovation. Doch wieso bringt Apple keine „richtigen“ neuen Features? Meiner Meinung nach gibt es dafür einfache und vor allem logische Gründe…

Wenn man sich so die Kommentare auf verschiedenen Webseiten durchliest, könnte man wirklich meinen, das neue iPhone sei eine einzige Nullnummer! Doch weit gefehlt… Gehen wir mal Punkt für Punkt durch:

Nur 4″ Bildschirm?! Dann auch noch nur in die Höhe getrieben!

Wieso ist in dem neuen iPhone nur ein 4″ Bildschirm im länglichen 16:9 Format verbaut, wobei andere Smartphones anderer Hersteller doch schon auf 4,8 oder sogar 5,5 Zoll setzen?

Wer schonmal mit dem Samsung Galaxy S3 oder dem Galaxy Note gearbeitet hat, wird sich anfangs mit Sicherheit über den riesigen Bildschirm gefreut haben. Der „WOW-Effekt“ blieb da bestimmt nicht aus. Doch wie sieht es dann in der Bedienbarkeit aus? Oftmals hat man unterwegs nur eine Hand frei – mit dieser dann mit dem Daumen eine E-Mail oder eine SMS schreiben, im Internet schnell etwas recherchieren? Fehlanzeige. Da der Daumen nicht so einfach alle Bereiche des Touchscreens erreicht, muss man hier zwangsläufig um richtig zu arbeiten beide Hände benutzen.

Hier hat Apple nun mitgedacht: Der Display wurde nur in die Länge vergrössert, jedoch nicht in der Breite. So hat man zusätzlichen Platz für Icons, SMS Verläufe etc. und kommt vor allem mit dem Daumen überall dran.

Dadurch, dass der Display nun im 16:9 Format ist, ist er auch optimal für Filme. Der zusätzliche Platz wird sich auf jeden Fall positiv bemerkbar machen.

Wieder nur ein Dual-Core Prozessor, die Konkurrenz hat schon Quad-Cores

Wieso setzt Apple weiterhin „nur“ Dual-Core Prozessoren ein? Ein Quad-Core Prozessor bietet doch mit Sicherheit mehr Leistung!

Falsch. Die Entscheidung, auf einen Dual-Core zu setzen, der im Vergleich zum iPhone 4S doppelte Leistung bei einem reduzierten Stromverbrauch vorweisen kann, ist mit Sicherheit die richtige Lösung. Genau wie im Desktop-Prozessor Bereich geht es hier auch nicht mehr darum, neue Gigaherz-Zahlenrekorde zu knacken und soviele Kerne wie möglich in einem Prozessor unterzubringen. Es geht schlicht und einfach um Effizienz. Dual-Core getaktet auf 1,5GHz mit integrierter Quad-Core Grafikeinheit (die auch schon beim iPad eingeführt wurde) sorgt für einen Kompromiss aus sehr guter Leistung und einem annehmbaren Stromverbrauch.

Des weiteren wird die Wahl auf einen Dual-Core Prozessor ebenfalls mit der Bauweise des iPhones zu tun haben: Dünner und leichter soll’s sein. Ein Quad-Core Prozessor würde einfach mehr Strom verbrauchen und mehr Abwärme produzieren. Um dem Stromhunger entgegenzuwirken müssten dann ein leistungsfähigerer Akku eingebaut werden, der logischerweise mehr Platz benötigt. Somit bleibt weniger Platz für andere Komponenten und die dünne Bauweise ist Geschichte. Das Problem mit der Abwärme müsste dann ebenfalls noch gelöst werden…

Zu allerletzt die Frage: was bringt ein brachialer Quad-Core Prozessor, wenn die Software ihn nicht 100% ausnutzen kann? *Wink mit dem Zaunpfahl*

iOS und die Hardware des iPhones ist 100% aufeinander abgestimmt – und das merkt man im laufenden Betrieb. Nichts zögert, ruckelt, hakt oder ähnliches. Das hat sich schon sehr stark beim iPhone 4S bemerkbar gemacht! Während es verschiedene andere Smartphones mit Quad-Core nicht schaffen, ein verzögerungs- und ruckelfreies „Smartphoneerlebnis“ zu bieten, punktet hier das iPhone im vollen Maße.


Adrian Lambertz

Seit 2010 bin ich nun schon bei Pixelbar mit dabei. Zuerst als Auszubildender und nach erfolgreichem Abschluss meiner Ausbildung als Frontend-Entwickler.

Ohne Musik und Kaffee kann ich nicht leben, daher konsumiere ich beides während der Arbeit praktisch durchgehend :).

Daneben liebe ich WordPress – darauf habe ich mich spezialisiert.

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2 Kommentare

  1. Genau! Das Ding muß einfach nur laufen ohne einen zu Ärgern.
    Bin 2012 auf Imac 27″ i7 umgestiegen. Alles läuft Stressfrei. Mann denkt immer noch man muß sich wie bei Windows ständig ums System kümmern. Aber weit gefehlt. Läuft einfach nur.
    Perfekt!

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